Carthago chic c-line i 4.9

Unser erstes eigenes Wohnmobil war ein Carthago chic c-line i 4.9. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Vollintegrierten, in diesem Fall mit Einzelbetten im Heck, separater Dusche, gemütlicher Sitzgruppe und Küche. Eigentlich ein typischer 2-Personen Grundriss ;-).

Entscheidungsfindung

Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir bereits 4 Wochen Erfahrung mit einem gemieteten Alkoven Wohnmobil gesammelt. Wir wussten, dass wir auf gar keinen Fall ein Modell mit Stockbetten wollten, aber ansonsten waren wir nicht wirklich festgelegt. Auf Carthago aufmerksam geworden sind wir durch die Traum-Leben Familie. Sie waren mit Ihrem Carthago chic e-line in Nordamerika unterwegs. Uns hat das Design sehr gut gefallen und der Innenraum der Carthagos ist aus unserer Sicht sehr gemütlich, wohnlich und durchdacht. Unser Besuch auf dem Caravan Salon 2016 hat den guten Eindruck, den wir von Carthago hatten, bestätigt. Viele andere Hersteller haben wir auch auf Grund der Hubbett Größe aussortiert. Hier bietet Carthago nach unseren Recherchen das größte Liegemaß.  Nach einiger Überlegung und Recherche sollte es also ein Carthago chic c-line 4.9 werden. Im Februar 2017 hatten wir dann ein passendes Angebot gefunden und haben zugeschlagen.

Trennung nach nur 6 Monaten

Von Februar bis August 2017 haben wir unseren Carthago intensiv genutzt, waren viele Wochenenden unterwegs und hatten eine tolle Sommertour. In Summe haben wir mehr als einen Monat im Wohnmobil gelebt und viele schöne Momente und Erinnerungen gesammelt. Dank der Hartnäckigkeit und Ehrlichkeit von Maureen haben wir nochmals über viele Details gesprochen und schlussendlich festgestellt, dass der Carthago für eine lange Reise und in der praktischen Nutzung doch zu viele Kompromisse erfordert. Die da wären:

  • Die Basis Fiat Ducato ist am Limit (subjektiver Eindruck)
  • Das Hubbett ist für große Personen auf Dauer zu klein
  • Die Kindersitze lassen sich bei Nichtgebrauch nicht sinnvoll im Innenraum verstauen und müssen in der Garage Platz finden
  • Die Sitzbank muss für die Fahrt umgebaut werden um einen vernünftigen 4. Sitzplatz zu erhalten
  • Der WC/Waschraum ist bei geschlossener Tür zu klein
  • Der hintere Schlafbereich lässt sich nicht abtrennen und kann dadurch auch tagsüber nicht als Rückzugsort genutzt werden.
  • Durch die komplette Integration des Fahrerhaus in den Wohnbereich, fällt dieser Bereich auch als Rückzugsort weg.
  • Wenn das Hubbett heruntergelassen ist steht ein Großteil der Sitzgruppe nicht mehr zur Verfügung.

Hinzu kam noch, dass unser drittes Kind unterwegs war. Zwar hatte der Carthago 5 Sitzplätze, aber der 5 Sitzplatz hätte jedesmal einen weiteren Umbau erfordert und das allgemeine Platzangebot wäre für 5 Personen aus unserer Sicht zu klein gewesen.

Somit haben wir den Carthago wieder verkauft. Als Fazit bleibt, dass man vor dem Wohnmobilkauf besser folgende Ratschläge beherzigt:

  1. den gewünschten Grundriss/das gewünschte Modell vorher mal zum Test zu mieten. Mehrere Tage unterwegs zu sein und in einem Wohnmobil zu leben ist nämlich etwas anderes, als es mal für 1 Stunde zu besichtigen.
  2. Alkoven sind für Familien immer noch die beste Wahl (Ausnahmen nur nach Berücksichtigung von Punkt 1 ;-))

Bilder

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