Reiseberichte

Großstadtluft schnuppern in Sydney

Willkommen in der wohl bekanntesten Stadt Australiens. Mangels Kinderautositz beschließen wir nicht mit UBER zu unserer Unterkunft zu fahren, sondern nehmen die öffentlichen Verkehrsmittel. Am Opal Schalter erfahren wir, dass der Zug am heutigen Tag Probleme hat und wir besser den Bus nehmen. Gesagt getan und so kommen wir schon mittags an unserer Unterkunft in der O’Brien Street im super hippen Stadtteil Bondi Beach an. Den Nachmittag verbringen wir damit einzukaufen und das Stadtviertel inkl. Spielplatz ein wenig zu erkunden [18.08.18 – 13.09.18].

Im kompletten OPAL-Gebiet, welches sich ca. 1,5 Zugfahrstunden in sämtliche Himmelrichtungen erstreckt, darf man Sonntags für umgerechnet ca. 1,73€ pro Person mit sämtlichen Gefährten des ÖPNV fahren, soviel man möchte. Alle Fähren, Busse und Züge sind eingeschlossen. Das nehmen wir doch gleich zum Anlass um uns auf den Weg zur Oper zu machen. Wer möchte nicht mal gerne zur Oper in Sydney. Aus so vielen Filmen, von noch mehr Fotos etc. kennt man sie, da lassen wir es uns nicht nehmen uns gleich mal dieses berühmte Bauwerk in natura anzuschauen. Die Fährfahrt an sich ist schon ein Erlebnis für sich, man bekommt von hier aus bereits einen tollen Eindruck von der Stadt. Wir verbringen den Vormittag damit uns die Oper und den botanischen Garten anzuschauen. Im botanischen Garten gibt es für uns alle viel zu entdecken. Neben tollen Kletterbäumen, laden viele schöne Fleckchen zum Verweilen und Entspannen ein. Wir genießen den Ausblick auf die Oper, die Harbour Bridge und die vielen vorbeifahrenden Schiffe. Der Hunger und die Müdigkeit veranlassen uns dann dazu Richtung Fähre aufzubrechen und vom Circular Quay aus zum Rose Bay Fährhafen zu fahren. Da der Bus einige Zeit auf sich warten lassen würde, beschließen wir den Weg vom Fährhafen zur Unterkunft (wie bereits am Morgen) zu laufen. Wir sind verwundert, dass wir alle so k.o. sind und können uns das erst erklären als wir merken, dass wir heute bis mittags bereits ca. 10km zu Fuß hinter uns gebracht haben. Der Rest des Tages wird also eher ruhig verlaufen.

Leider haben wir ein großes Problem mit unserer Unterkunft. Es ist ein für Sydney sehr kalter Winter und die Unterkünfte haben keine Zentralheizung und oftmals noch nicht einmal irgendeine Heizmöglichkeit. In der 3-Zimmer Wohnung gibt es sage und schreibe EINE Elektroheizung und diese ist defekt. Aufgrund der schlechten Isolierung nimmt die Wohnung nahezu die Außentemperatur an. Sowohl tagsüber, als auch nachts. Da es nachts deutlich unter 10 Grad werden, könnt ihr euch unsere Begeisterung vorstellen. Wir diskutieren noch über unsere komplette Aufenthaltsdauer mit unserem Vermieter über die fehlende Heizung, geändert wurde aber in der ganzen Zeit nichts. Gut, dass wir kurzerhand beschließen uns diesem Thema selber anzunehmen. Denn Airbnb stimmt einem Umzug leider nicht zu und aufgrund der extrem hohen Mietpreise in Sydney, können und wollen wir die 3,5 Wochen keine doppelte Miete zahlen. Wir kaufen also über Gumtree (das australische ebay Kleinanzeigen) eine elektrische Heizung und im Elektroladen auch noch kurzerhand einen Heizlüfter. Damit lässt es sich in der Wohnung gut aushalten. Insgeheim sind wir dann aber doch froh, die Stromkosten im Mietpreis inkludiert zu wissen ;-).

Obwohl wir ja mit 2 großen Packtaschen und 4 Rucksäcken für eine fünfköpfige Familie minimalistisch unterwegs sind, vermissen wir dennoch einen Mixer sehr. Wir konnten in unserem Housesit in Melbourne einen kleinen handlichen Mixer ausgiebig testen und waren so begeistert von seiner Handlichkeit und trotzdem starken Leistung, dass wir uns das Modell hier in Sydney nach einiger Überlegung kaufen. Unseren Smoothie-Bowls, leckeren selbstgemachten Dips und Salatsaucen steht nichts mehr im Weg *wooohooooo*. Wir sind wieder im Rohkost-Himmel angekommen ;-). Und Silas entdeckt seine Leidenschaft für Smoothie-Bowls. Aber wir merken uns: Warnhinweise auf elektrischen Geräten haben einen Sinn. Wenn auf dem Mixer steht, keine heißen Sachen einfüllen, DANN TUT DAS NICHT! Christian wollte für die Kinder das Gemüse pürieren, damit diese es als Sauce essen können. Gesagt, getan. Leider hat er den Behälter dann nicht sofort geöffnet, sondern noch ca. 2 Minuten stehen lassen. Das Öffnen konnte er sich dann aber sparen, das hat der Behälter selbstständig erledigt. Dabei ist der Inhalt einmal durch die ganze – also wirklich durch die ganze – Küche verteilt worden. Christian wollte gerade anfangen lauthals über sich selber zu schimpfen, als ich die Bescherung gesehen habe. Der Anblick der total versauten Küche hat bei mir allerdings einen totalen Lachflash ausgelöst. Dieser war so ansteckend, dass wir dann zu viert da saßen und vor lauter Lachen Tränen geweint haben. Silas hat die Welt nicht mehr verstanden, fand es aber schlussendlich doch lustig, dass wir so gelacht haben.

Ausflüge

Was man hier laut sämtlichen Besuchern nicht verpassen darf, ist der Bondi to Bronte Coastal Walk. Aufgrund einer Empfehlung meiner Schwester und ihrer Familie, nehmen wir sogar den Bondi to Coogee Coastal Walk in Angriff. Es handelt sich um einen tollen Weg direkt entlang der Küste. Wunderschöne Ausblicke, eine tolle Natur und Meeresduft dürfen wir über die gesamte Strecke genießen. In Bronte machen wir einen kurzen Abstecher ins ‚Landesinnere‘ um uns zunächst auf dem Spielplatz auszutoben und dann einen kleinen Wasserfall zu erkunden. Belohnt wird unser Ausflug außerdem mit einer selbstgebastelten Schaukel an einem unglaublich großen Baum. Leider ist Silas in der Trage in einen sehr tiefen Schlaf gefallen und so kommen nur die Kinder in den Genuss das Abenteuer Riesenschaukel in Angriff zu nehmen. Sie sind total begeistert und haben trotz der Höhe jede Menge Spaß. Hier sei nur mal kurz am Rande erwähnt, wie unglaublich sich unsere Kinder während unserer Reise weiterentwickelt haben. Sie sind deutlich mutiger geworden und haben definitiv mehr Selbstvertrauen, als sie es in Deutschland noch hatten. Aber zurück zu Thema, es ist fast unmöglich die 2 von der Schaukel loszureißen, da wir aber bislang nur ca. die Hälfte der Strecke geschafft haben, möchten wir weiter ziehen. Bei den Kindern stößt dieser Wunsch, verständlicherweise, nicht wirklich auf große Begeisterung. Wir schaffen es noch bis zum Clovelly Beach und beschließen dort auf dem Spielplatz im Bundock Park Rast zu machen, um dort unser wohlverdientes Picknick zu machen. Gestärkt schaffen wir es dann auch ganz entspannt bis zum Coogee Beach. Ursprünglich wollten wir den Weg auch wieder zurück laufen. Der Familienrat beschließt aber, den Rückweg mit dem Bus zurück zu legen. Also suchen wir kurzerhand eine Busverbindung. Laut Christian soll der Bus in 13 Minuten in 900m Entfernung abfahren. Da der nächste Bus recht lange auf sich warten lassen würde, beschließen wir die Beine in die Hand zunehmen und scheuchen die Kinder bergauf und bergab, um den Bus zu erreichen. Wir schaffen es tatsächlich in der vorgegebenen Zeit, doch an der Bushaltestelle angekommen ist weit und breit kein Bus zu sehen. Auch nach 5 Minuten immer noch kein Bus. So ein Mist, wir haben ihn wohl trotz aller Bemühungen verpasst. Okay, also nehme ich das Handy in die Hand und suche nach der nächsten Busverbindung. Aber was ist das, in wenigen Minuten soll doch ein Bus kommen. Vorhin hat Christian doch gesagt, es würde lange kein Bus mehr kommen, …. MOMENT …. Christian hat die Angabe völlig falsch verstanden. Wir sollten nicht in 13 Minuten an der Bushaltestelle sein, um den Bus zu erreichen, sondern wir sollten in 13 Minuten an unserem Standort losgehen, um den Bus zu erreichen *aaaaaaaaahhhhhh*. Dafür haben wir uns so beeilt. Nach einer mini Frustwolke über unseren Köpfen konnten wir herzlich darüber lachen und freuten uns doch nicht mehr so lange auf den Bus warten zu müssen.

Neben vielen Ausflügen haben wir auch viel Zeit in unserer Unterkunft verbracht. Zum Glück hatte der Supermarkt um die Ecke viele Kartons, welche man sich einfach so mitnehmen durfte. Aus diesen wurden Züge, Puppen-Betten, Puppen-Wickelkommoden, Spielfelder, … gebaut. Auch die täglichen Turn- und Kletterstunden durften nicht fehlen. Und auch hier waren wir wieder froh, doch ein paar kleine Reisespiele im Gepäck zu haben. Wir spielen einfach unglaublich gerne und so ist es immer eine nette Abwechslung zu den vielen neuen Eindrücken unsere Spiele auszupacken. Es hat einfach etwas vertrautes soweit weg von Deutschland :-).

Besuche der umliegenden Parks, Spielplätze und Strände sind in Bondi Beach wirklich obligatorisch. Es vergeht eigentlich kein Tag an dem wir nicht an einem dieser Spots anzutreffen sind. Am Strand beobachten wir ausgiebig die Surfer und ich glaube irgendwann kommt der Punkt, da werden wir diesen Sport doch noch ausprobieren. Mal sehen. An den Stränden sind auch eigentlich immer Hunde unterwegs. Während Navina vor unserer Reise noch großen Respekt vor fremden Hunden hatte, so geht sie nach unserem Housesit in Melbourne inzwischen ganz selbstverständlich auf fremde Tiere zu, spielt mit ihnen und krault sie, wenn sie es zulassen. So schön mit anzuschauen!

Es ist wieder Sonntag und das heißt kostengünstiges Fahren mit dem ÖPNV. Das heißt für uns auf jeden Fall Fähre fahren. Wir lieben es einfach. Also beschließen wir mit dem Bus Richtung Watsons Bay aufzubrechen und irgendwo auf dem Weg auszusteigen um den dortigen Coastal Walk zu erkunden. Neben toller Landschaft werden wir auch damit belohnt 2 Kakadus gaaaaaanz nah zu kommen. Ein Mann füttert diese gerade auf dem Zaun seines Grundstückes, als wir vorbei kommen. Wir können den wilden Tieren so nah kommen, dass wir nur die Hand hätten ausstrecken müssen um sie zu streicheln. Was für schöne Tiere und was für ein perfektes Timing. Auf unserem weiteren Weg kommen wir nicht nur an einem schönen Spielplatz vorbei, sondern dürfen auch den schönen Leuchtturm ‚Macquarie Lighthouse‘ betrachten. Irgendwann fängt es dann doch an zu regnen und so sind wir froh, als wir die Fähre in Watsons Bay erreichen. Wir möchten nämlich mit der Fähre bis Circular Quay fahren, um von dort aus die Fähre nach Manly Beach zu nehmen. So viel haben wir schon von diesem schönen Stadtviertel gehört, nun wollen wir es selber erkunden. Boot fahren wir alle gerne und so macht es uns nichts aus, dass die Fahrt bis Manly von Watson aus eine gute Stunde dauert. In Manly stärken wir uns erstmal mit einem leckeren veganen Mittagessen, bevor wir Richtung Strand aufbrechen. Wir nehmen die Seitenstraße, um dem Trubel ein wenig zu entgehen. Belohnt werden wir mit der Entdeckung der Bücherei, wo Linus und Navina sich direkt den Kinderbüchern widmen. Außerdem genießen wir einen kleinen Bummel über den Markt in der Fußgängerzone. Würden wir nochmal nach Sydney kommen, dann gerne in dieses Stadtviertel, das steht wohl fest. Es ist – trotz der Großstadt – irgendwie gemütlich und ruhig. Bevor wir den Rückweg wieder antreten statten wir natürlich dem Strand noch einen Besuch ab. Auch dieser gefällt uns aufgrund seiner Weitläufigkeit sehr gut. Wir beschließen den ALDI im Hafengebäude auf dem Rückweg noch kurz aufzusuchen, da wir noch etwas für das Abendbrot besorgen müssen. Als wir am Fähranleger ankommen sehen wir schon die Fähre stehen und sind uns sicher diese nicht mehr zu erreichen zumal wir eben noch kurz einkaufen müssen. Entsprechend entspannt laufen wir durch den ALDI. Einkaufen ging dann doch Recht schnell und so schlendern wir gerade gemütlich Richtung Fähranleger, als der letzte Aufruf für die Fähre Richtung Circular Quay kommt. Was für ein Glück, wir beeilen uns noch kurz und sind die letzten die auf die Fähre dürfen. Hinter uns werden die Tore verschlossen und wir freuen uns tierisch, dass wir nicht auf die nächste Fähre warten müssen. Man nennt es auch: Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort :-).

 

Blue Mountains National Park

Was natürlich nicht fehlen darf, wenn man in Sydney ist, ist ein Besuch der 3 Schwestern ;-). Wir müssen uns tatsächlich noch einmal einen Wecker stellen, um den frühen Zug Richtung Blue Mountains zu erreichen. Die Fahrt dauert ingesamt von unserer Haustür aus 3 Stunden und so treffen wir am späten Vormittag in diesem wunderschönen National Park ein. Wir besuchen die 3 Schwestern, spazieren vom Queen Elizabeth Lookout zu den Katoomba Falls um von dort aus mit dem Bus zurück zum Queen Elizabeth Lookout zu fahren. Dort angekommen wollen wir eigentlich noch nach Leura fahren, um uns dort die Gordon Falls anzuschauen. Leider müssen wir feststellen, dass um 15 Uhr kein Bus mehr von Katoomba nach Leura fährt. Und so beschließen wir aufgrund der wirklich niedrigen Temperaturen den Rückweg nach Bondi Beach anzutreten. Immerhin dauert auch die Rückfahrt wieder gute 3 Stunden und so treffen wir glücklich und müde gegen 18.30 Uhr wieder in unserer Unterkunft ein. Insgesamt müssen wir sagen, es war ein super schöner Ausflug und die Natur war natürlich wieder überwältigend. Aber für uns hat sich die Fahrerei nicht gelohnt. Entweder müsste man für ein paar Tage in diesen National Park fahren, oder es in unseren Augen sein lassen. Wir waren länger mit der An- und Abfahrt beschäftigt, als wir im Endeffekt vor Ort waren. Das hat sich in unseren Augen nicht gelohnt, weil es einfach so viel schöne Natur in Australien gibt, wofür man nicht so lange unterwegs ist. Aber das ist nur unsere persönliche Meinung.

Festival of the Winds

Das Kite Festival am Bondi Beach ist für uns ein weiteres Highlight. Hierbei werden am Strand unzählige Winddrachen in allen nur erdenklichen Formen und Größen steigen gelassen. Es ist ein unbeschreibliches Ereignis, bei dem gefühlt tausende Menschen dabei sein wollen. Der ganze Strand, die Strandpromenade und der komplette Park vor dem Strand sind voller Menschen. Und wenn wir voll sagen, dann meinen wir das auch so. Überall lassen Menschen Winddrachen steigen, sitzen Menschen auf dem Boden um sich das Spektakel anzuschauen, lachen, quatschen, singen Menschen. Wirklich es ist unfassbar, was hier für eine ausgelassene Stimmung herrscht. Für uns sind es aber eindeutig zu viele Menschen und so wollen wir dem Trubel irgendwann entgehen und beschließen mit dem Bus zur Oper zu fahren, da wir diese gerne mal bei Nacht sehen wollen. Leider stellt sich heraus, dass es unmöglich ist, einen Bus zu bekommen. An den Haltestellen stehen gigantische Menschenschlangen, weil so viele Menschen den Stadtteil verlassen wollen. Wir klappern mehrere Haltestellen ab, an denen jeweils verschiedene Buslinien abfahren, aber das Ergebnis ist überall das Gleiche. Aus diesem Grund verschieben wir die Oper-bei-Nacht-Tour auf einen anderen Tag. Die Kinder sind davon ziemlich enttäuscht und so wollen wir sie mit einem Eis aufmuntern (normalerweise nicht unsere Art, aber es war einfach so warm und ein Eis sehr verlockend). Darauf folgte die noch viel größere Enttäuschung, an allen, an wirklich ALLEN Eisdielen hätten wir mindestens 20 Minuten auf ein Eis warten müssen. Wir erwähnten die Menschenmassen, welche sich zu diesem Zeitpunkt in Bondi Beach befanden. Es war schier unglaublich. Nach kurzem Familienrat beschlossen wir dann uns einfach ein Eis im Supermarkt zu kaufen. Das ist natürlich nicht mit einem Eisdielen-Eis vergleichbar, aber wir hatten innerhalb kürzester Zeit ein Eis. Und in diesem Fall zählte das Ergebnis. Kinder glücklich, Eltern glücklich, was will man mehr.

Die letzten Tage

Unsere Tage in Sydney sind gezählt. Also beschließen wir das Projekt Oper-bei-Nacht-Tour noch einmal anzugehen. Allerdings wollen wir das ganze noch mit einem Besuch im ‚The Ian Potter Children’s Wild Play Garden‘ verknüpfen bevor es dann zur Oper gehen soll. Da wir uns hier in Sydney nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen, haben wir uns die OPAL Karte besorgt. Hierbei muss man Guthaben auf eine Karte einzahlen und bezahlt davon dann die jeweilige Fahrt. Da eventuelles Guthaben am Ende unseres Aufenthaltes nicht ausgezahlt wird, rechnen wir vorher genau aus, welche Fahrten wir noch machen können, um am Ende möglichst wenig Geld auf der Karte zu haben. Christian bezahlt seine Fahrt extra nicht mit der OPAL-Karte, sondern kauft ein Einzelticket, damit das Guthaben für die anderen Fahrten reicht. Und so geht es dann mit dem Bus zu besagtem Spielplatz. Hier soll den Stadtkindern die Natur wieder näher gebracht werden. Auf den Bildern sah der Spielplatz riesig groß und total spannend aus. Bei unserer Ankunft merken wir schnell, wir gehören nicht zur Zielgruppe. Als Dorfkinder fragen wir uns, warum man einen solchen Spielplatz braucht und nach gefühlt 10 Minuten ist der Spielplatz komplett erkundet und der Baum hinter unserer Bank interessanter als der angelegte Spielplatz. Gut, dass wir heute einen weiteren Programmpunkt haben. Der Zug bringt uns dann direkt zur Harbour-Bridge. Von hier aus möchten wir den Sonnenuntergang über der Oper bewundern. Aber was ist das, die Sonne ist hinter der Oper nicht zu finden, sondern hinter der Harbour-Bridge. Da hatte Christian wohl etwas falsches im Kopf. Also spazieren wir einfach über die Harbour-Bridge und genießen den Ausblick auf die Stadt. Unfassbar wie laut es auf der Brücke ist. In den ganzen Youtube Videos sieht das immer so romantisch aus, in der Realität führt aber direkt an dem Fußgängerweg eine 6-Spurige Schnellstraße und eine 2-Spurige Eisenbahnlinie vorbei. Das wird aber meistens mit schöner Musik unterlegt, so dass man davon nichts mitbekommt. Aber der Ausblick auf die Stadt ist trotzdem toll und so dämmert es schon, als wir die Brücke auf der anderen Seite verlassen. Wir schlendern noch ein wenig durch die beleuchteten Straßen, machen tolle Fotos von der Oper vom Cruise-Termial aus und treten dann glücklich und müde den Rückweg an.

Unseren letzten Tag in Sydney verbringen wir am Strand. Es ist ein wirklich schöner, warmer Abschlusstag. Sydney zeigt sich also noch einmal von seiner schönsten Seite. Wir nutzen die Gunst der Stunde und bauen am Strand noch einmal Sandburgen, buddeln die Beine der Kinder ein und genießen das Wellenrauschen. Außerdem werden alle unsere Habseligkeiten wieder in unsere 2 Packtaschen und 4 Rucksäcke gepackt. Unglaublich aber wahr, es passt tatsächlich alles wieder rein. Wenn man die Sachen so verteilt in der ganzen Wohnung liegen sieht, kann man sich nicht vorstellen, dass wir wirklich alles wieder mitbekommen. Aber es hat geklappt 🙂

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