Reiseberichte

Hua Hin

4 Nächte Bangkok sind für uns genug. Wir reisen weiter nach Hua Hin. [10.06.18 – 19.06.18]

Auf Wiedersehen Bangkok

Bangkok ist ein Großstadt und wir haben nur einen winzig kleinen Teil davon gesehen. Wir wollten nach einem 11,5 Stunden Flug erstmal ankommen und nicht direkt weiterreisen. Das war auch gut so, aber wirklich warm geworden sind wir mit Bangkok nicht. Bereits vor unserer Reise hat uns eine deutsche Familie kontaktiert. Sie haben auf Instragram von unseren Reiseplänen gelesen und sind auch in Thailand unterwegs. Sie klingen sympathisch und so haben wir beschlossen uns mit Ihnen in Hua Hin zu treffen. Flüge nach Hua Hin gibt es leider nicht, Taxi fällt für so ein lange Strecke (2-3 Stunden Fahrt) auch flach. Also wählen wir den Zug. Der ist zum einen sehr günstig und zum anderen wollen wir ja auch etwas von Land und Leuten mitbekommen. Für die Fahrt vom Hotel zum Bahnhof wählen wie wieder Grab. Diesmal machen wir leider keine so gute Erfahrung. Das Auto wirkt klapprig und der halbe Kofferraum ist mit irgendwelchem Krempel voll. So passt nur eine Reisetasche dort hinein. Die andere muss Christian irgendwie vorne zwischen seine Beine quetschen. Zum Glück ist der Weg nicht so weit. Im Bahnhof angekommen haben wir noch etwas Zeit und gesellen uns zu den vielen anderen Wartenden in der großen Hallen. Hier ist es klimatisiert und Wärme bekommen wir später noch genug, weil der Zug keine klimatisierten Wagen hat. Unser Zug wird die ganze Zeit über auf der Anzeigetafel als pünktlich ausgewiesen und auch also wir uns dann ca. 10 Minuten vor der geplanten Abfahrt zum Bahnsteig begeben, sind wir noch guter Dinge. Komisch ist nur, dass niemand in den dort stehenden Zug einsteigt. Und plötzlich wird auch eine Verspätung von 15 Minuten ausgewiesen. Was die deutsche Bahn kann, kann die thailändische Bahn also auch ;-). Die Verspätung wird immer mehr und wir sehen jetzt auch warum. In der Einfahrt zum Gleis scheinen Wagons entgleist zu sein. Warten bei tropischen Temperaturen ohne Ventilator macht keinen Spaß. Irgendwann kommt eine Durchsage, aber nur auf Thai. Da aber alle Wartenden ihre Sachen packen und über die Gleise zu einem anderen Bahnsteig gehen, machen wir es Ihnen einfach mal nach. Und siehe da, wenige Minuten später fährt der ersehnte Zug ein. Jetzt nur den richtigen Wagen und die richtigen Plätze finden und das Gepäck verstauen. Der Zug hat keine Klimaanlage sondern nur Ventilatoren. Die helfen ein wenig, aber so richtig angenehm wird es erst, als der Zug endlich losfährt und der Fahrtwind durch alle Fenster hinein weht. Bei jedem Halt steigen fliegende Händler ein und laufen durch die Waggons und preisen ihre Waren, in der Regel Essen und Getränke, an. Der Zug hält ziemlich oft und so dauert es relativ lange, bis wir mal aus Bangkok raus sind. Die Fahrt geht vorbei an Reisfeldern, Kokospalmen und es wird immer grüner. Wir sehen sogar Affen und genießen die vorüberziehende Landschaft.

Willkommen Hua Hin

Da der Zug schon mit mächtig Verspätung losgefahren ist und dann auch noch länger gebraucht hat als geplant ist es bereits nach 19 Uhr als wir endlich in Hua Hin angekommen. Auf dem Bahnsteig werden wir bereits von Margit, Michael und Robin erwartet und herzlich begrüßt. Wir beschließen alle zusammen direkt zu unserer Unterkunft zu fahren in der Hoffnung dort noch einchecken zu können. Laut unserem Airbnb Host geht das nur bis 18 Uhr und die sind schon lange vorbei. Aber wir haben Glück und der Nachtwächter hat den Schlüssel für uns. Christian und Michael machen sich mit dem Motorroller auf die Suche nach etwas Essbarem, weil wir alle großen Hunger haben. Die Kids testen derweil direkt den Pool. Zu unserem Erstaunen ist sogar Silas noch fit und so verbringen wir nach der anstrengenden Anreise noch einen schönen Abend.

Ziemlich schnell merken wir, dass die Flip Flops der Kinder nicht die Beste Wahl waren. Leider laufen sie sich am laufenden Band Blasen. Daher beschließen wir diese zu ersetzen. Bereits in Bangkok haben wir vergeblich versucht neue Flip Flops für die Kinder zu besorgen. Die Suche gestaltete sich allerdings sehr schwierig bzw. aussichtslos. In Hua Hin war, dank Touristenhochburg, die Suche deutlich leichter. Für Linus war es völlig problemlos schöne, qualitativ hochwertige Schuhe zu finden. Für Navina sind wir im Endeffekt nur bei Crocs fündig geworden. Teuer, aber dennoch Ihr Geld wert. Sie sind Beide super glücklich und laufen von nun an ohne Blasen freudestrahlend mit ihren neuen Fußkleidern durch die Gegend. Christians Trekkingssandalen geben leider auch so langsam Ihren Geist auf. Aber es ist selbst hier in Hua Hin unmöglich Flip Flops in Größe 46 zu finden. Daher muss er vorläufig mit seinen Schuhen weiterlaufen.

Die folgenden Tage lassen sich gut als Alltag auf Reisen beschreiben. Wir müssen uns zunächst zurechtfinden und die örtlichen Einkaufs- und Essensmöglichkeiten erkunden. Ansonsten verbringen wir viel Zeit am und im Pool. Der Strand ist leider nicht so schön und im Meer gibt es viele Quallen. Da wir vorgewarnt wurden probieren wir es selber erst gar nicht aus. Wir treffen uns das ein oder andere Mal mit Margit, Michael und Robin. Diese haben in Hua Hin zwei Freunde die in der Nähe eine Gemeinschaft gründen und eine Siedlung aufbauen wollen. Zusammen haben wir eine private Schule besucht. Eigentlich in erster Linie weil an der Schule ein veganes/vegetarisches Restaurant angeschlossen ist und es hier gar nicht so einfach ist entsprechendes Essen zu finden. Leider gab es das gewünschte Essen gerade an dem Tag nicht. Wir schauen uns aber das Gelände bei einem kleinen Rundgang an und sind überrascht von den kleinen Gästehäusern, die man dort mieten kann. Sie haben einen ganz besonderen Charm und stoßen nicht nur bei uns Erwachsenen, sondern gerade auch bei den Kindern auf echte Begeisterung. Natürlich wollen die Kinder am Liebsten in die Häuser einziehen, oder zumindest mal für eine Nacht dort einkehren. Sie können nicht verstehen, dass wir nicht bereit sind knapp 100€ für eine Übernachtung zu bezahlen ;-).

Ansonsten gibt es nichts Aufregendes zu berichten. Wir genießen einfach die Zeit als Familie und leben in den Tag hinein. Zu einem Ausflug können wir uns nicht durchringen. Zum einen weil es nichts gibt was uns wirklich interessiert und zum anderen weil wir uns immer noch an das Klima gewöhnen müssen. Ein weiterer Faktor ist die eingeschränkte Mobilität. Unsere Unterkunft liegt ganz am südlichen Rand von Hua Hin. Zu einem gut sortierten Supermarkt kommt man nur mit dem Taxi. Wir überlegen zu lange, ob wir Motorroller mieten wollen und sind irgendwann an dem Punkt, wo es sich nicht mehr lohnt. Wir nehmen uns vor, diesen Punkt in der nächsten Unterkunft besser zu machen und direkt am Anfang einen fahrbaren Untersatz zu mieten. Dafür entdecken wir noch das Taxi der Einheimischen. Dies ist eine Art Hop-On Hop-Off Pickup/Bus. Man hält das grüne Gefährt einfach am Straßenrand per Handzeichen an, steigt ein und wenn man aussteigen möchte, klingelt man. Der Fahrer hält dann bei nächster Gelegenheit an. Haltestellen gibt es nicht! Die Fahrt kostet, egal wie lange man mitfährt, 10 Baht (ca. 30 Cent) pro Person. So können wir uns dann doch noch sehr günstig durch die Stadt bewegen. Nichts desto trotz ist und bleibt Hua Hin eine Touristenstadt und gefällt uns persönlich nicht. Wiederkommen würden wir daher nicht mehr ;-).

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