Reiseberichte

Im Süden von Bali

Nach einer Woche in Ubud ziehen wir weiter in den Süden von Bali [12.10.2018 – 26.10.2018]

Wer länger als 30 Tage auf Bali bzw. in Indonesien bleiben möchte, der muss einmal zur Visa-Verlängerung. Da dies auf der Halbinsel Bukit gemacht wird und man, auch wenn man einen Visa-Agent engagiert, einmal persönlich zum Immigration Office muss, haben wir beschlossen die nächsten 14 Tage im Süden der Insel zu verbringen. Wir haben eine schöne Villa gefunden mit 2 Schlafzimmern, einem eigenen Pool und sie sieht traumhaft schön aus. Die ca. 2 stündige Fahrt klappt tatsächlich wieder gut und so erreichen wir glücklich unsere neue Unterkunft für die nächsten 2 Wochen. Herzlichen empfangen uns die Vermieter und schnell haben wir alles wichtige geklärt. Natürlich springen wir dann erstmal in den Pool und genießen die willkommene Abkühlung.

Ich weiß nicht, wie es anderen ergeht, aber wir brauchen an einem neuen Ort erstmal ein paar Tage um uns einzuleben. Wo können wir gut Essen gehen, wo können wir einkaufen, wie sieht es mit dem waschen der Wäsche aus, wie bewegen wir uns vorwärts, welche Ausflugsziele lohnen sich. Die Wäsche kann man hier auf Bali z.B. nicht selber waschen. Es gibt keine Waschsalons wie wir sie kennen, sondern es gibt nur den Wäscheservice. Dieser wird allerdings alle Nase lang angeboten. Dort gibt man seine Wäsche ab, sie wird gewogen und je nach Gewicht bezahlt man dann eine Gebühr. Am nächsten Tag kann die Wäsche dann wieder gewaschen, getrocknet und gefaltet abgeholt werden. Ein Traum. Das ist wirklich etwas, das ich an Bali vermissen werde :-). Wobei man dazu sagen muss, längst nicht alle Wäschestücke werden sauber. Hier wird nur mit kaltem Wasser gewaschen und wer Kinder hat weiß, dass der ein oder andere Tomaten-, Obst-, Fettfleck etc. auf den Sachen landet. Diese gehen bei einer kalten Wäsche natürlich nicht raus. Ich bin gespannt, welche Wäscheteile unsere Reise durch den asiatischen Raum dadurch nicht überleben werden.

Christian und ich sind hier auf Bali das erste Mal Motorroller gefahren. Leider hatten wir zweimal Pech und haben wirkliche Schrott-Roller erwischt. Das hat mein Vertrauen in diese Art der Fortbewegung leider nicht gestärkt. Ich fühle mich hier auf Bali überhaupt nicht wohl auf dem Roller. Lange haben wir überlegt, was man dagegen machen kann. Der Entschluss ist dann irgendwann gefallen und wir haben uns gegen Motorroller und für ein Mietauto entschieden. Es hat zum Glück nicht lange gedauert bis Christian sich an die hiesigen Gepflogenheiten im Straßenverkehr gewöhnt hat. Er fährt uns souverän über die Insel und wir sind alle sehr froh das Auto gewählt zu haben. Zumal Silas es immer wieder schafft im Kindersitz einzuschlafen.

Die Strände hier im Süden von Bali sind tatsächlich weiß und so lassen wir es uns nicht nehmen diverse Strände auszuprobieren.

  1. Wir haben als erstes den Karma Beach gewählt, weil dieser nur ca. 10 Minuten von unserer Villa entfernt war. Bei der Küste handelt es sich hier allerdings um eine Steilküste. Das bedeutet wir mussten ca. 350 Stufen runter und hinterher auch wieder hoch laufen. Für den Anblick des Strandes hat sich der Abstieg definitiv gelohnt. Nur auf dem Rückweg hatten wir so unsere Probleme. Bei sengender Mittagshitze war das kein Spaß und so hatten wir alle wirklich zu kämpfen, auch mit dem Kreislauf. Diesen Strand würden wir tatsächlich nicht noch einmal besuchen. Es gibt mindestens genauso schöne Strände, welche deutlich leichter zu erreichen sind.                                                                                                                                                                         .
  2. Der Dreamland Beach. Er ist sehr schwierig zu finden, da man gefühlt durch 10 Privatstraßen fahren muss und durch zwei Schranken fährt, bevor man den Parkplatz erreicht. Dennoch war in Summe dies der schönste Strand. Hier treffen wir wieder auf die deutsche Familie, welche wir am letzten Tag in Ubud schon getroffen haben. Die Kinder haben gleich wieder viel Spaß und Linus probiert das Bodyboard der Familie aus. Irgendwann möchte er gerne mal einen Surfkurs machen. Vielleicht hat er ja Glück und es klappt hier auf Bali, wir werden sehen. Die Wellen sind am heutigen Tag recht stark und aufgrund meiner schlechten Erfahrung mit Wellen bleibe ich lieber aus dem Wasser raus. Der Rest hat allerdings viel Spaß :-). Kurzerhand beschließen wir bis Sonnenuntergang zu bleiben. Was für eine gute Entscheidung, das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es war ein toller Anblick.                                                                                                             .
  3. Vielfach empfohlen und daher natürlich von uns getestet, der Nusa Dua Beach. Auch hier ist es nicht so einfach den richtigen Strand zu finden. Nach mehrfachem Fragen haben wir den Strand aber dann doch entdeckt. Wir haben während einer Zeremonie an einem Tempel geparkt, dies war zum Glück kein Problem. Der Tempel stand oben auf der Klippe und so mussten wir noch ein kleines Stück runter zum Strand laufen. Aufgrund einer schönen Meeresbrise war dies aber kein Problem. Am Strand gab es leider überhaupt gar keinen Schatten und so haben wir uns zum ersten Mal Liegen gemietet. Definitiv die richtige Entscheidung. Anfangs sind die Kinder wenig begeistert vom Strand. Es liegt doch viel Müll rum und da gerade Ebbe herrscht ist das Wasser auch nicht so schön. Irgendwann schaffen sie es aber über Ihren Schatten zu springen und dann wird gebuddelt und gespielt. Insgesamt ist das Fazit wohl eher: Kann man machen, muss man aber nicht.                                                                                                                                                                                                                                                                                                   .
  4. Der vierte und für uns erstmal letzte Strand hier im Süden ist der Pedang Pedang Beach. Man kann es glauben oder nicht, hier wird tatsächlich eine Eintrittsgebühr für den Strand verlangt. Da es sich umgerechnet um knapp 2 Euro für uns alle handelt, schauen wir uns den Strand an. Wir sind extra für unsere Verhältnisse früh los gefahren, damit es noch nicht so heiß ist. Und es hat sich absolut gelohnt. Der Strand lag sogar zum größten Teil im Schatten. Gebadet haben wir hier nicht, aber Christian hatte Spaß mit der Drohne, während alle 3 Kinder schön im Sand gebuddelt haben. Es war ein toller Start in den Tag. Als es zu heiß wurde haben wir dann das Weite gesucht und sind erstmal ordentlich Essen gegangen. Noch ein Tipp: Für Surfer ist dies wohl der perfekte Strand, das Wasser wimmelte nur so von Surfbrettern.

Das für uns fast Schönste an Bali ist, dass hier einige Deutsche Reisefamilien unterwegs sind. Es ist nicht immer ganz einfach weil die Insel doch recht groß ist, aber es klappt. Und so verbringen wir kurzerhand einen ganzen Tag bei uns in der Villa mit Jule, Theo und Bruno, als Papa Mark krank ist. Das ist die deutsche Familie mit der wir uns schon öfter getroffen haben. Außerdem treffen wir Anni und Ava. Anni ist für 2 Monate alleine mit ihrer Tochter Ava auf Bali unterwegs. Wir verbringen auch mit den zwei Mädels eine schöne Zeit an mehreren Tagen. Ein gemeinsames Ausflugsziel ist der Uluwatu Tempel. Dieser ist eigentlich nur aufgrund der Lage schön anzusehen. Er liegt direkt an der Steilklippe und erstreckt sich weit entlang dieser. Da wir uns mit beiden Familien sehr gut verstehen und alle auch in den Norden der Insel wollen, beschließen wir nach unserer Zeit in Uluwatu gemeinsam in den Norden zu ziehen. Hierzu später mehr :-).

Die Visa-Verlängerung läuft sehr entspannt ab. Unsere Pässe werden von der Agentur Visa4Bali an unserer Villa abgeholt und sie leiten erstmal alles Notwendige in die Wege. Nach 5 Tagen müssen wir dann ins Immigration Office. Foto machen, Fingerabdrücke abgeben, unfreundliche Mitarbeiter ertragen und dann können wir auch schon wieder gehen. Weitere 7 Tage später bekommen wir dann unsere Pässe inkl. Visa-Verlängerung zurück. Schnell und unkompliziert, so mögen wir das. Wer sein Visa verlängern möchte, dem können wir eine Visa-Agentur nur empfehlen. Ansonsten kann es sehr kompliziert und nervenaufreibend werden.

Unsere Gesundheit lässt hier auf Bali sehr zu wünschen übrig. Nachdem ich in Ubud die Lebensmittelvergiftung hatte, hat es hier in Uluwatu Christian, Navina und Silas erwischt. Während Christian nur einen Tag Fieber und Gliederschmerzen hatte, lagen Navina und Silas mehrere Tage flach. Ständig ging und kam das Fieber wieder. Manchmal hatten sie hohes Fieber und hat es ihnen nicht angemerkt. Da lief Navina dann auch schon mal mit 39 Grad Temperatur lachend durch die Villa. Zu anderen Zeiten haben sie Beide sehr gelitten. Wir waren hin- und hergerissen, was wir machen sollen. Gerne hätten wir einen Arzt konsultiert, doch leider hätten wir dafür 1 Stunde pro Strecke fahren müssen. Das wollten wir den kranken Mäusen nur ungern antun. Natürlich hätte es auch Ärzte in unmittelbarer Nähe gegeben, aber dieser Arzt wurde uns von einer Balinesin für Kinder empfohlen. Insgesamt waren wir sehr froh, dass das Fieber dann nach knapp 5 Tagen von alleine wieder weg ging. Seitdem sind Beide auch absolut fit. Es wird wohl ein „normaler“ Infekt gewesen sein. Trotzdem war es für Christian und mich sehr nervenaufreibend und wir waren mehrfach an dem Punkt, wo wir keine Lust mehr hatten und am liebsten Flugtickets nach Deutschland gebucht hätten. Es war eine anstrengende Zeit. Gut das es überstanden ist. Erstmal …

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