Reiseberichte

Pemuteran stimmt uns positiv

Der ruhigere Norden lässt uns alle wieder ruhiger werden und wir haben Zeit wieder in die Balance zu finden.

Nachdem wir uns so gut mit Jule, Mark, Theo, Bruno (ganzegalwo) und mit Anni und Ava verstanden haben, beschließen wir gemeinsam in den Norden aufzubrechen. Dort habe ich eine sehr nett aussehende Pension gefunden. Das Arjuna Homestay in dem kleinen Fischerdorf Pemuteran. Unser Tagesziel steht damit also fest.

Aufbruch in den Norden

Aber erstmal zum Anfang. Wir müssen unsere Villa wieder übergeben und vereinbaren eine Übergabe der Schlüssel um 10 Uhr am Vormittag. Damit haben wir genügend Zeit alles zu packen und in unserem gemieteten Auto zu verstauen. Das Ganze sollte entspannt klappen, wir müssen nur frühstücken und packen. Das passt. Wir waren dann um sage und schreibe 8 Uhr mit allem fertig. Ihr könnt euch die Begeisterung der Kinder vorstellen, noch 2 Stunden auf die Abfahrt warten zu müssen. Und das wo schon alles gepackt im Auto liegt. Keine Spielsachen, Hörspiele, etc. mit denen man sich die Zeit vertreiben könnte. Mein Versuch unsere Vermieter zu kontaktieren und um eine frühere Übergabe zu bitten ist leider gescheitert. Die 2 Stunden bis zur Übergabe werden also lang werden. Zum Glück fällt mir schnell ein, wo ich die Tasche mit den Spielen verstaut habe. Sie ist relativ leicht zu erreichen und wird daher kurzerhand wieder ausgepackt. Und doch fragen wir uns während des Wartens immer wieder, warum das jetzt so kommen musste. Um 9.45 Uhr kennen wir die Antwort auf diese Frage. Wir bekommen eine Nachricht von der Visa-Agentur. Unsere Visa sind genehmigt, unsere Ausweise liegen in Ihren Büro bereit für die Abholung. Perfektes Timing, auf dem Weg in den Norden können wir damit unsere Ausweise noch abholen. Das Thema Visa-Verlängerung ist damit abgeschlossen. Haken drunter, hat perfekt geklappt. Visa4Bali können wir somit uneingeschränkt empfehlen. Der kurze Umweg für die Abholung der Ausweise ist schnell erledigt, wenn auch aufgrund der wirklich katastrophalen Straßenverhältnisse ein richtiges Abenteuer. Die nächsten 4,5 Stunden werden wir im Auto mit der Fahrt nach Norden verbringen. Einen sehr großen Teil der Fahrzeit verbringen wir in dem furchtbaren Verkehr von Denpasar und Umgebung. Die Fahrt selber klappt unglaublich gut. Die komplette Strecke fahren wir in einem Rutsch durch. Keiner muss die Toilette aufsuchen, Silas ist ein spitzen Fahrer, lediglich wechselt Navina irgendwann auf den Beifahrersitz wegen ihrer Reiseübelkeit. Gegen 15 Uhr erreichen wir die Unterkunft und springen nach dem Einchecken und Auspacken noch eine Runde in den Pool. Den Abend verbringen wir dann in einem wirklich netten Restaurant direkt auf dem Strand. Mit Sand zwischen den Zehen schmeckt das Essen gleich doppelt gut. Während die Kinder spielen, nutzen wir die Gelegenheit mit Jule, Mark und Anni ausgiebig zu quatschen. Pemuteran du stimmst uns eindeutig wieder positiv.

Die Unterkunft

5 Nächte haben wir im Arjuna Homestay gebucht. Das war definitiv ein Glücksgriff. Die Anlage ist super schön und das Frühstück für balinesische Verhältnisse fast schon ein Traum. Es gibt die typischen Sachen: Kaffee, Tee, Saft, Obst, Marmelade, Toast und dann je nach Wahl Rührei, Omelette, Pancakes oder Crepes. Aber bis auf die Wahlsachen gibt es das Essen in Buffetform und damit können sich die Kinder endlich mal satt essen. Mit vollem Bauch ist auch die Laune der Kinder eindeutig besser. Ich kann nur sagen, wenn unsere Kinder unterzuckern, dann lässt die Schokoriegel Werbung mit der Diva grüßen. Da können wir wahrlich ein Lied von singen.

Aktivitäten

Wir besuchen natürlich den Strand, welcher in 7 Minuten zu Fuß zu erreichen ist. Es handelt sich um einen ausgesprochen netten Zeitvertreib. Gerade Linus und Christian haben große Freude an unserem Strand. Denn genau an der Stelle, an der wir ins Wasser gehen, befindet sich das Biorock. Hierbei handelt es sich um ein Projekt zum Aufbau eines künstlichen Korallenriffs. Dabei werden kunstvoll gestaltete Metallgitter im Meer versenkt und dann unter Strom gesetzt. Durch den Strom kristallisieren die Meerwassersalze an den Gittern. Diese bieten Korallen einen tollen Nährboden. Auf diese Weise entsteht dann nach und nach das Korallenriff. Meine beiden großen Jungs haben große Freude an den Fischen, welche sich im künstlichen Riff tummeln. Ich habe mich auch einmal breit schlagen lassen mit Linus ins Wasser zu gehen. Nach ein paar Minuten musste ich es dann allerdings abbrechen, weil meine alte Panik, ausgelöst vom offenen Meer, wieder hochgekommen ist. Das Wasser ist mir einfach viel zu trüb, ich möchte wenigsten sehen, was auf mich zukommt. Zum Glück konnte ich vor Linus verbergen was los ist, ich muss meine Panik wirklich nicht auf ihn übertragen.

Ein weiteres Highlight für uns war die Schildkrötenauffangstation. Leider sind Meeresschildkröten vom Aussterben bedroht. Die Eier, welche hier ausgebrütet werden, werden den Findern abgekauft. Diese würden sie ansonsten vermutlich auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Circa 2 Wochen nach dem Schlüpfen sind die kleinen Schildkröten bereit um ihr Leben im Meer zu beginnen. Die Überlebenschance der Kleinen steigt deutlich wenn sie erst im Alter von ca. 2 Wochen ausgesetzt werden. Daher werden sie erst einmal in der Auffangstation aufgepäppelt, bevor sie ins offene Meer entlassen werden. Ganz besonders gefallen hat den Kindern die ca. 14 Jahre alte ausgewachsene Schildkröte namens Buddy. Er ist das Maskottchen der Station. Bevor er in die Auffangstation kam wurde er als Haustier gehalten. Aus diesem Grund ist er nicht in der Lage seine Nahrung selber zu erbeuten und kann daher nicht ins Meer zurück gebracht werden. Großartig fanden die Kinder es Buddy füttern zu können. Da immer nur ein paar Fische bereit gestellt wurden, mit denen die Schildkröte gefüttert werden durfte, war es natürlich nicht für jeden möglich Buddy einmal zu füttern. Wir sind daher an allen 4 Tagen nachmittags zur Fütterung erschienen, damit Linus Buddy einmal füttern durfte. Zum Glück hat es am letzten Tag geklappt.

Nachdem es krankheitstechnisch nun leider auch noch Linus erwischt hatte, haben wir unseren Schnorchelausflug auf den letzten Tag in Pemuteran gelegt. Er hatte immer noch leichtes Fieber war aber ansonsten fit. Die einmalige Chance vor der Insel Menjangan schorcheln zu gehen, wollte er sich natürlich nicht entgehen lassen. Und so haben wir uns am 30. Oktober mit einem kleinen Fischerboot auf den Weg zu besagter Insel gemacht. Navina und ich haben das Schnorcheln beide ausprobiert, uns aber zum Verbleib auf der Insel und später auf dem Boot entschieden. Linus und Christian sind begeistert geschnorchelt. Der erste Spot war direkt vom Ufer der Insel aus erreichbar. Der zweite Spot allerdings lag ein ganzes Stück vom Ufer entfernt. Dort musste man vom Boot aus ins offene Meer springen und los schnorcheln. Anfänglich war Linus das Ganze nicht geheuer und er wollte nicht ins Wasser. Der Wunsch die schöne Unterwasserwelt zu sehen hat ihn aber doch dazu bewogen seine Angst zu überwinden. Wir waren mächtig stolz auf ihn als er sich getraut hat ins Meer zu springen und dann völlig begeistert eine ganze Weile mit Christian zusammen geschnorchelt ist. Das war wirklich großartig!

Fazit

Pemuteran hat uns allen sehr gut gefallen. Der schöne Fischerort war deutlich ruhiger als der Süden und wir hatten endlich die Ruhe gesund zu werden und unsere Gedanken wieder zu sortieren. Besonders gut gefallen hat uns die Tatsache, dass wir alles fußläufig erreichen konnten und das Auto endlich noch mal stehen bleiben konnte. Denn auch die Restaurants in der direkten Umgebung waren Top.

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