Reiseberichte

Thailand wir kommen

Wie die Reise nach Thailand und die ersten Tage in Bangkok waren erfahrt Ihr im Folgenden [05.06.18 – 09.06.18]

Anreise

Wir haben für den Flug nach Bangkok Eurowings gewählt. Zum einen weil es der günstigste Flug war und zum anderen weil für uns Köln/Bonn als Flughafen gut und schnell zu erreichen ist. Zwei Tage vor Abflug überdenken wir nochmals unsere Entscheidung für die Economy Klasse. Eurowings bietet als sogenannte „Billigfluglinie“ zwar keine Businessclass an (die hätten wir auch wahrscheinlich nicht bezahlen wollen), aber es gibt dort den „Best“ Tarif. In diesem Tarif hat man Sitze mit mehr Beinfreiheit und auch mehr Platz zum Nachbarn. Außerdem sitzt man im vorderen Bereich des Flugzeugs. Schlussendlich entscheiden wir uns aus 2 Gründen für ein Upgrade, weil wir ein Baby dabei haben und weil Maureens Operationsverletzungen noch nicht ganz verheilt sind. Daher wollen wir die 11,5 Stunden Flug so angenehm wie möglich verbringen.

Am Dienstag (05.06.18) geht es also endlich los. Gegen Mittag verlassen wir das beschauliche Bettendorf um in die große weite Welt aufzubrechen. Christians Eltern bringen uns nach Eschweiler zum Bahnhof und von dort fahren wir mit der Bahn zum Flughafen. Da die Bahn pünktlich ist und auch das Umsteigen in Köln Hauptbahnhof problemlos klappt kommen wir entspannt am Flughafen an. Auch hier läuft alles entspannt und reibungslos. Köln/Bonn ist ja eher ein kleiner Flughafen und so sind die Wege kurz und es herrscht wenig Betrieb. Die Kinder kaufen sich noch Reiselektüre und die restliche Zeit bis zum Boarding chillen wir noch ein wenig vor uns hin. Es läuft weiter alles nach Plan und wir heben pünktlich um 15:55 Uhr ab. Das Upgrade in den „Best“ Tarif hat sich auf alle Fälle gelohnt. Wir sitzen in Reihe 1 und haben sowohl viel Beinfreiheit als auch deutlich mehr Platz zum Sitznachbarn. Obwohl wir es vorher nicht gebucht haben bekommen wir auf Nachfrage auch noch ein Babybett. Hinterher wird Silas darin zwar nicht lange geschlafen haben, aber er findet es auch toll einfach darin zu liegen und zu strampeln. Immer nur auf dem Arm ist halt auch doof. Der Service an Board ist top und in Summe klappt der lange Flug sehr gut. Die Kinder schlafen am meisten, Christian auch ein wenig, nur Maureen findet leider nicht wirklich in den Schlaf. Spannend wird dann nochmal der Transfer vom Flughafen zur gebuchten Unterkunft. Wir haben zwar die Adresse brav ausgedruckt, aber leider nicht auf Thai. Der Taxifahrer kann mit der lateinischen Schrift nicht viel anfangen und guckt nur ratlos. Nachdem er mit unserem Zettel ein paar Kollegen befragt hat, scheint er doch zu wissen wohin es geht. Auf der Fahrt wiederholt er etliche Male den Namen der Unterkunft. Am Anfang glaubt Christian noch er spreche mit ihm, aber irgendwann merken wir, dass er über sein Headset telefoniert. Offenbar ist er doch nicht sicher wohin es geht und versucht es mit einigen Telefonjokern ;-). Das wird uns so richtig bewusst, als er im Zielgebiet wahllos umher fährt und das Hostel sucht. Er versucht sich durchzufragen aber so richtig kann ihm keiner helfen (oder er kapiert es einfach nicht…). Nachdem wir erneut an einer Ecke, wo er bereits nach dem Weg gefragt hatte, vorbei fahren, schnappt sich ein Mann seinen Motorroller und weist ihm den Weg. Endlich angekommen!

Wir lassen uns auf die Betten fallen und versuchen irgendwie den Rest des Tages über die Bühne zu bekommen. Maureen und Silas holen ein wenig an Schlaf nach, Linus hört ein Hörspiel, Christian und Navina besorgen Trinkwasser. Zum Abendessen raffen wir uns dann doch alle nochmal auf und gehen in einem Restaurant etwas essen. Danach fallen wir aber alle nur noch müde ins Bett.

Akklimatisierung in Bangkok

Am nächsten Tag fühlen wir uns schon besser und starten zu einem ersten Rundgang durch die Umgebung. Unter anderem besuchen wir die Khaosan Road, die wohl bekannteste Touristen Straße in Bangkok. Viel sehenswertes gibt es dort aber nicht. Dafür wird man alle paar Meter von Händlern angesprochen. Sehr nervig. Dafür finden wir dort ein Reisebüro und kaufen Zugtickets für die Weiterreise nach Hua Hin. Die restlichen Eindrücke hinterlassen gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist es laut, hektisch und dreckig. Auf der anderen Seite verbreiten die etlichen Garküchen und Straßenhändler ein Bild, wie man es oft von Asien im Kopf hat. Dabei reichen die Gerüche der Garküchen von „hmm, könnte man mal probieren“ bis hin zu „lieber nicht“.

Am Freitag wagen wir dann ein wenig Sightseeing. Mit einem Tuk Tuk fahren wir zum Großen Palast. Auch wenn ein Tuk Tuk nicht die günstigste Art der Fortbewegung ist, so ist es aber schon ein kleines Erlebnis für sich. Und das wollen wir uns und den Kindern nicht vorenthalten. Der Eintritt zum Großen Palast wird nur gewährt, wenn man lange Kleidung trägt. Für alle haben wir vorgesorgt, nur Christian muss es natürlich wieder drauf ankommen lassen. Das Ergebnis: Er ist 200 Baht ärmer und um eine nicht wirklich passende Stoffhose reicher, Steve Urkel lässt grüßen :D. Die ganze Anlage ist sehr beeindruckend und trotz der vielen Menschen und dem für uns noch ungewohnten Klima versuchen wir so viele Eindrücke wie möglich mitzunehmen. Leider fängt es irgendwann an zu regnen. Da man die Gebäude nicht betreten darf und der Regen immer stärker wird beschließen wir zu unserer Unterkunft zurück zu fahren.

Dank einem Youtube Video einer anderen Reisefamilie sind wir auf das Childrens Discovery Museum aufmerksam geworden. Hierbei handelt es sich um ein Kindermuseum. Der Eintritt ist gegen Vorlage des Reisepasses kostenfrei. So rufen wir uns am Samstag also ein Grab-Taxi. Grab ist die asiatische Variante von Uber und einfach super. In der App gibt man Start- und Zielort ein. Man sieht direkt was die Fahrt kostet und kann ein Grab-Taxi oder Grab-Car bestellen. Sobald ein Fahrer die Fahrt übernommen hat sieht man auch wo sich das Taxi befindet und wie lange es noch dauert bis es bei einem ist. So geht Digitalisierung! Das Museum selber kann uns nicht so richtig überzeugen. Der Wasserspielplatz ist wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb und auch der Spielplatz darf nicht genutzt werden. Sehr schade. Leider sind auch sonst einige Exponate kaputt und es wird an allen Stellen sehr streng auf das Alter der Kinder geachtet. So darf Navina nicht zusammen mit Maureen in den Kleinkinderbereich, obwohl dort extra ein Bereich für stillende Mütter ist. Wie das funktionieren soll, wenn nicht beide Elternteile dabei sind, kann uns leider keiner erklären. In Summe verbringen wir aber ein paar schöne Stunden im Museum und nutzen die Angebote die verfügbar sind. Und einem geschenkten Gaul, schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul ;-). Irgendwann haben wir vom Museeum genug und schlendern noch die Straße entlang. Direkt gegenüber vom Museum verkaufen Straßenhändler alles was man so für ein Aquarium braucht. Alle möglichen Zierfische, Schildkröten und sonstige sonderbare Tiere werden zum Verkauf angeboten. Die Fische sind bereits alle in Plastiktüten mit Wasser verpackt. Das erscheint uns bei den hiesigen Temperaturen sehr fragwürdig, aber wir sind doch auch fasziniert von der Art und Weise wie das hier abläuft. Leider haben wir noch kein mobiles Internet und so fällt für den Rückweg die Nutzung von Grab flach. Außerdem herrscht gerade Rushhour. Wir sprechen ein paar Taxifahrer an, diese verlange aber unverschämt hohe Festpreise von 400 Baht. Mit dem Wissen was wir für den Hinweg bezahlt haben lehnen wir dankend ab. Linus entscheidet dann wir sollten doch mal das rosa Taxi, das gerade vorbei fährt, anhalten. Und siehe da, dieser Fahrer fährt mit Taximeter und wir zahlen im Endeffekt sogar weniger als auf der Hinfahrt!

Leider hat uns ein Thema die letzten Tage über immer wieder beschäftigt. Und zwar unsere Unterkunft. Wir haben über booking.com ein Familienzimmer in einem einfachen Hostel gebucht und uns dabei auf die sehr guten Bewertungen verlassen. Leider war die Realität ein wenig anders. Das Bad war mäßig und das komplette Bad war gleichzeitig die Dusche. Die Betten waren die unbequemsten, die wir in unserem ganzen Leben bisher hatten. Entsprechend schlecht haben wir alle geschlafen. Dazu war die Klimaanlage ziemlich laut und nach einem Platzregen hatten wir auch noch einen Wassereinbruch. Wir entscheiden uns schließlich für die letzte Nacht in Bangkog noch einmal die Unterkunft zu wechseln. Wir finden fußläufig ein Hotel, das gerade erst eröffnet hat. Mit Sack und Pack laufen wir also zu diesem Hotel und buchen für eine Nacht ein Familienzimmer. Der finanzielle „Schaden“ ist schnell vergessen, denn das Zimmer ist super gemütlich, komplett neu und vermutlich sind wir die Ersten, die in den Betten schlafen dürfen. Nachdem wir alle ausgiebig geduscht haben schlafen wir himmlisch und erholsam. Auch das Frühstück am nächsten Morgen ist deutlich besser als im Hostel und die Betreiberfamilie des Hotels ist super, super freundlich. Zum Abschied bekommen die Kinder sogar noch Kekse geschenkt. Sollten wir nochmals in Bangkok übernachten, wissen wir schon wo: im Hotel Bangkok Saran.

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