Reiseberichte

Wir sind auf Sardinien angekommen

Seit 3 Wochen sind wir jetzt unterwegs und mittlerweile sind wir auf Sardinien angekommen. Den ausführlichen Bericht könnt ihr in diesem Beitrag lesen.

Die Übernachtung auf der Fähre ist überraschenderweise sehr gut. Wie bereits im letzten Bericht erwähnt haben wir eine 4 Bett Außenkabine gebucht. Die großen Jungs schlafen oben und die Mädels mit dem Baby unten. Bei unserem letzten Sardinien Urlaub sind wir mit Corsica & Sardinia Ferries gefahren. Da war es sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt ziemlich laut. Entsprechend angenehm überrascht sind wir von dem Schiff der Grimaldi Lines. Es ist deutlich ruhiger und wir können gut schlafen. Leider ist es nur eine kurze Nacht, weil die Kabine um 6:15 Uhr geräumt werden muss. Noch ganz im deutschen Systemdenken gefangen kommen wir dem auch pflichtbewusst nach. Wir stehen also alle gähnend an Deck um festzustellen, dass das Schiff offenbar noch gar nicht in den Hafen einlaufen darf und erstmal Halt gemacht hat. Beim nächsten Mal machen wir es wie die Italiener und schlafen eine halbe Stunde länger.

Irgendwann nach 7 macht das Schiff fest und kurze Zeit später darf man die Fahrzeugdecks betreten. Wir besteigen unser Wohnmobil und schaffen es gerade alles zu verstauen und uns zu setzen, da dürfen wir auch schon von der Fähre rollen. Zum Glück gibt es einen Einweiser, denn wir wurden ziemlich am Rand platziert und das Hinterteil von unserem Wohnmobil schwenkt auf Grund des großen Überhangs hinter der Hinterachse mächtig aus. Da darf man nicht einfach das Lenkrad voll einschlagen und losfahren. Nach kurzem rangieren ist es aber geschafft. Wir können unser Glück gar nicht glauben, wir haben es tatsächlich nach Sardinien geschafft und fahren erst einmal aus dem Hafengebiet von Olbia raus. Das Navi ist bereits auf den Campingplatz Capo Ferrato ganz im Südosten der Insel programmiert. In den Außenbezirken von Olbia parken wir aber erstmal auf einem Supermarkt Parkplatz und es gibt Pfannkuchen zum Frühstück. Lecker!

Über eine Facebook Gruppe haben wir uns mit einer anderen Familie verabredet und als Treffpunkt den Parco Fausto Noce ausgemacht. Leider hat die Familie unterwegs kein mobiles Internet und so wissen wir nicht genau, wann sie da sein werden und wo genau wir uns treffen. So verbringen wir den restlichen Vormittag im Park auf dem Spielplatz, die Kids fahren Fahrrad, wir sehen Wasserschildkröten und genießen das schöne Wetter. Gegen Mittag (nach 3,5 Stunden im Park) beschließen wir nicht länger auf die andere Familie zu warten, weil wir ja noch ein gutes Stück Richtung Süden fahren wollen. Über die Fahrt hülle ich besser den Mantel des Schweigens. Es gibt viele Stopps, insbesondere Maureen braucht sehr gute Nerven und irgendwie haben wir es geschafft gegen 20 Uhr den Campingplatz zu erreichen. Die Betonung liegt auf irgendwie und wir müssen feststellen, es gibt tatsächlich Dinge über die man nicht spricht. Endlich angekommen. Linus steigt aus und verschwindet für die nächste halbe Stunde am Strand. Wenn ich ihn nicht zum Abendessen geholt hätte, wäre er da vermutlich noch in der Dunkelheit freudig herumgehüpft *lol*.

Am Montag erörtern wir mit den netten Betreibern des Platzes mögliche Stellplätze für einen längeren Aufenthalt. Wir wollen erstmal zur Ruhe kommen und daher eine etwas längere Zeit hier auf dem Platz verbringen. Da wir den Platz bereits von unserem letzten Sardinien Urlaub kennen, wissen wir in etwa worauf wir uns einlassen. Auf Grund der Größe unseres Wohnmobils kommen nicht alle Plätze ich Frage. Schlussendlich finden wir aber zwei gute Plätze und reservieren diese.

Der Rest der Woche lässt sich mit ankommen und zur Ruhe kommen sehr gut beschreiben. Nach zwei Wochen Fahrt werden die Spielsachen ausgepackt und wir richten uns ein wenig häuslich ein. Unsere beiden Großen lernen schnell andere Kinder kennen und nach ein paar Tagen sind sie fast den ganzen Tag auf dem Platz oder am Strand unterwegs. Wir gehen am Strand spazieren, sammeln Muscheln, kreieren Sandbilder, fangen Fische für das am Strand gebaute Becken, die Kinder flitzen munter mit ihren Rädern über den Campingplatz und Maureen ist froh endlich wieder ein wenig Zeit zu haben, um Sport zu treiben. Navina ist vermutlich in ihrem ganzen Leben noch nicht so viel Fahrrad gefahren, wie jetzt hier auf dem Platz. Selbst die 25m zum Spülraum werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Navinas Highlight der Woche ist ein deutsches Mädchen, welches für ein paar Tage mit Ihrer Familie hier auf dem Platz ist. Die 2 verstehen sich auf Anhieb so gut, dass sogar die Tränen bei beiden Mädchen fließen, als die Familie weiter reist. Linus Highlight der Woche ist der Wassersport. Eine Schweizer Familie hat ein Kanu dabei, der Sohn der Familie ist genau in seinem Alter und der Vater nimmt die beiden mehrmals im Kanu mit. Außerdem darf er ein SUP (Stand Up Paddle) ausprobieren. Seitdem kennt er kein anderes Thema mehr ;-).

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